Das war das Wacken Open Air

Unser Bericht zum Wacken Open Air 2006

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Mittwoch, 02.08.06; Anreise So, nachdem sich unser Plan etwas durcheinander geworfen hat, wir uns dann erst um 16:00 Uhr am Mittwoch getroffen haben und dann erst knapp eine Stunde später losgekommen sind, wurden wir herzhaft von dem Stau in Wacken begrüßt. Als wir erstmal auf dem Gelände waren, ging alles auch recht flott, hier schonmal ein Lob an die Organisation. Um ca 20:30 Uhr hatten wir unser Lager dann direkt am Gay-Punkt aufgeschlagen ( Das 'Area G' Schild ). Dann wurde erstmal erleichtert Bier getrunken, Dixies eingeweiht und einfach nur gemütlich gesessen - was auch nötig war, normalerweise wären wir ungefähr nur eine Stunde gefahren.

Donnerstag, 03.08.06; Bändchen-Tour sowie Scorpions Am nächsten Morgen, Donnerstag, war dann die Tour zur Bänderholung angesagt. Gesetzter Termin zum Start war 11:00 Uhr, dieser verschob sich allerdings um zirka eine Stunde aufgrund eines 'Analen Notfalls' ;) Dann gings endlich los und wir marschierten mit unserer Sechser-Truppe ( einer wurde zur Belustigung engagiert ) durch das schöne Dorf und trafen, wie schon letztes Jahr, auf viele Kids, die sich eine gute Mark verdienten, indem sie mit ihren Bollerwagen die Bierkisten für die Metalheadz transportierten. Um 13:30 Uhr waren wir dann schliesslich beim Edeka und sahen, oh Graus, die Schlange vor der Bändchenabgabe. Gleich als wir uns eingereiht hatten, wurden wir gefragt, welche Art von Backstageausweisen wir benötigen - das gibt schonmal einen weiteren Plus-Punkt, denn letztes Jahr durften wir in den Schlangen umherspringen. 2 geschlagene Stunden später, die Dank unseres Hofnarren recht erträglich waren, hatten wir unsere Bänder und konnten uns endlich wieder auf dem Heimweg machen - im plötzlich strömenden Regen... zum Glück hatte man den Regen-Poncho aus dem Metal-Bag dabei. Auf dem Rückweg wurde dann im Wacken-Office die Wacken-DVD für sportliche 20 Euronen erworben - da kann man echt nicht meckern! Um 16:20 kamen wir dann endlich wieder auf dem Gelände an und wurden von einer strahlenden Sonne, sowie von dem ersten Hot-Dog empfangen -> G Ö T T L I C H

Abends gings dann zu den Scorpions und um Punkt 22:00 Uhr ertönte das knappe Intro über das gut gefüllte Festival-gelände. Es wurde mit Hits und Klassikern nur so um sich geworfen, was den Scorpions viel Jubel einbrachte. Und 'A Night to Remember' wurde es wirklich, denn selbst weit nach Mitternacht spielten die Altherren, noch fit wie die Jungen, ihre Stücke - teilweise zusammen mit ehemaligen Mitgliedern. Und so ging die Nacht irgendwann zuende.

Freitag, 04.08.06; Das Geknüppel gayt los! Unser Aufmarsch wird von den deutschen Blackies Mystic Circle untermalt und die letzten 10 Minuten ihres Gigs warfen die Frage auf, warum man sie nicht von Anfang an bestaunt hat. Pünktlich um Zwölfe beginnt das längst überfällige Intro von Wintersun, denn schon davor ertönten die im riesigen Chor geführten Wintersun-Rufe. Die Band um Ex-Ensiferum Sänger und Gitarrist Jari Mäenpää überzeugt in ihrem 50 Minütigen Auftritt leider nur mit den Songs ihres ersten Albums. Ich denke das gilt für die gesamte Meute, wenn ich sage, ich hätte gerne ein Lied von dem neuen, im Herbst erscheinenden Album gehört, aber was solls, gerockt hats auch so wie sau! Dann gings weiter mit Legion of the Damned, die mir vorher nur namentlich bekannt waren. LotD trumpfen mit ihrem Deaththrashigen Metal und fetzen einfach wie Helga! Einfach nur Hammer. Zwischendurch haben wir auch noch den Metal-Sido getroffen, zu sehen bei den Bildern. Danko Jones blättert seine Lieder mit einem göttlichen Sound hin und hat das Publikum voll in seinem Griff. Genauso Chris Barnes von Six Feet Under, der vor einer blutlustigen Meute steht, die noch weit hinter den FOH reicht. Ganz andere Klänge bringen In Extremo mit sich. Hätte Michael Rhein gesagt "Fallt tot um" wäre das W:O:A um eingige tausend Besucher leichter geworden, denn Publikum hätte alles gemacht, was 'das letzte Einhorn' gesagt hätte. Auf der Party Stage gabs dann Korpiklaani zu bestaunen, die mit ihrem Folkmetal mehr als nur zu begeistern wussten, und man konnte ihnen ansehen, dass ihnen der Gig einen Heidenspass bereitet hat - so macht Metal spass! Um 21:30 Uhr kamen dann die Kinder vom See, Children of Bodom zum Vorschein und präsentierten sich einer riesigen Masse von Fans. Ihr "Eläkeläiset-CoB" Intro sowie der erstklassige Sound seien hier besonders erwähnt! Ebenso Ministry konnten ein grosses Publikum vorweisen und ebenso beeindrucken, allerdings waren sie viel zu laut und taten selbst bei der W.E.T. Stage noch in den Ohren weh, was definitiv nicht an den lieblichen Gesang von der Battlelore- Sängerin liegen konnte, der leider schon nach kurzer Zeit mehr an Gejodel als an Gesang erinnerte, von daher tat es auch nicht weh, Battlelore vorzeitig abzubrechen, um zu Amon Amarth rüber zugehen. Wieder war das Gelände knacke-voll und der Sound hatte sich auch recht schnell eingespielt, allerdings gabs zwei unschöne Brummer, wobei einer für kurze Zeit zum Ausschalten einer Gitarre führte, was aber nichts im gegensatz zu der geilen Show wiegte. Schade das die Hühnen nur eine Stunde gespielt haben...

Samstag, 05.08.06; Der Anfang vom Ende Um kurz vor Zwei leiteten Arch Enemy für uns den Festival Tag ein und Angela und Co lockten eine grosse Masse vor die Bühne. Anders wie auf dem With Full Force konnte sie hier mit einer durchgehend guten Stimmt glänzen. Trotzdem wurde ich irgendwie nicht wirklich erreicht. Fragt sich jetzt nur, ob das an meiner Müdigkeit oder der Band lag ;) Danach folgten Fear Factory, die wirklich nur die besten Stücke rausgepikt hatten - und damit ihre Stune Spielzeit füllen konnten! um 18:45 hiess es dann erstmal "Hallo Wacken" aus dem Munde von Max Cavalera. die Stimmung war bombstisch, im Publikum wie auch auf der Bühne bei Soulfly. Bei dem Lied 'Jump Da Fuck Up' schien ganz Wacken zu beben und bei "Chaos A.D." ging gar nichts mehr! Nachdem sich dann Backstage ein wenig ausgeruht und ein kühles Bier getrunken wurde, ging es weiter zu den Apokalytischen Reitern die sich nicht lumpen liessen superbe Stimmung zu verbreiten - sogar ein SM-Maskotchen hüpfte über die Bühne und als dann das etwas abgewandelte 'Dschginghis Khan' gespielt wurde, wurde sämtlich vorher angestimmte Feierei überstimmt. Ein krönender Abschluss für den Reiter-Gig! Und ich hätte nicht gedacht, dass das für meine Freundin und mich zugleich der Abschluss fürs diesjährige Wacken war, denn wir wollten uns noch schnell für zwei Stunden schlafen legen, damit wir Subway to Sally auch in vollen Zügen geniesen konnten, doch daraus wurde nichts, denn unsere Wecker wurden scheinbar von jedem gehört, nur nicht von uns...

Naja, es ist ärgerlich, doch was passiert ist, ist passiert und wenn man die Bands anschaut, die jetzt schon fürs nächste Jahr bestätigt sind, lässt sich das auch sicher verdrängen. Alleine Immortal ist schon göttlich und dadurch wird mein grösster Wunsch wahr, zudem noch Blind Guardian, Schandmaul, Saxon, Stratovarius, Therion, Samael...

...definitiv:

See you in Wacken, Rain or Shine!!!

MfG, euer Sven aka Rhampster.