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With Full Force 2007

Pressebericht von Helge zum With Full Force 2007

With Full Rain...
...wäre fast passender für das With Full Force Festival in Löbnitz (bei Leipzig) gewesen.


Viel Regen auf dem Hinweg. Mir persönlich ist daß lieber als Hitze, aber für ein Festival natürlich nicht ideal..
Auf dem Hinweg mussten wir wegen einer Vollsperrung einen "Umweg" fahren. Dieser stellte sich dann allerdings als Glücksfall heraus, da wir durch diesen "Umweg" fast 40 km gespart haben.
Angekommen kurz auf dem Seitenstreifen (geparkt) und hin zum Ticket-Container.
Dieser konnte uns allerdings unsere Presse-Ausweise nicht aushändigen, da sämtliche Daten auf einem PC gespeichert waren und dieser wurde auf Grund eines defekten Generators nicht mit Strom versorgt.
Hier sollte man sich überlegen ob es nicht besser wäre eine Liste in papierhafter Form bereitzuhalten.
Nach ca. einer halben Stunde des Wartens setzte der Regen ein. Nach einer weiteren Stunde hatten wir endlich unsere Pässe.
Rauf auf den Platz, Zelte und Pavillon aufgebaut und erst mal von der langen Anfahrt erholt.

Am nächsten Tag warteten wir gespannt auf die Öffnung des Festivalgeländes.
Nach kurzer Sichtung des Geländes sind wir erst einmal zurück ins Camp und grillten uns ein paar Scheiben Fleisch.

Die erste Band am Festival-Freitag waren Gorilla Monsoon aus Dresden.
Die Gewinner des Metal Battles von 2005 wurden ihrem Ruf als gute Live-Band wieder einmal gerecht.
Leider kam es auf Grund dessen daß die Opener zu spät anfingen und die erste "Zelt-Band" zu früh startete zu einigen Überschneidungen.

Während der Auftritte SWALLOW THE SUN, ZUUL FX, ONE MAN ARMY & THE UNDEAD QUARTET, CRUSHING CASPARS und AS I LAY DYING kam es zu den besagten leichten Überschneidungen.

Zum Glück hatte sich daß ganze schnell erledigt und es konnte alles fast wie geplant ablaufen..

Während Venera aus Schweden im Zelt spielten fing es wie nicht anders zu erwarten zu regnen an.

Ebenfalls wie erwartet schafften es Ektomorf aus Ungarn die Menge zum kochen zu bringen.

Eines der ersten Highlights des Abends waren BRUJERIA. Die vermummten Mitglieder der Band boten Old-School-Thrash mit mexikanischen (oder spanischen?) Texten. Wer genau hinschaute konnte jedoch einige Bandmitglieder erkennen. Besonders auffällig hierbei der Gitarrist mit dem schütteren Haar. Eindeutig Shane Embury. Seines Zeichens Bassist von Napalm Death. Der Bassist von BRUJERIA sah aus wie Jemand von Carcass. Musikalisch nichts besonderes aber durch ihr Auftreten hinterließen sie doch einen bleibenden Eindruck.

Cannibal Corpse wurden erwatungsgemäß ordentlich abgefeiert. Songs die vor kurzem noch in Deutschland nicht gespielt werden durften, wurden zum besten gegeben (Hammer smashed Face, Fucked with a knife). Für mich der Höhepunkt an diesem Tag,

Zum Abschluss der Hardbowl-Nacht spielten Earth Crisis und die Jungs von The Business.

Gegen 21:15 Uhr betraten Hatebreed die Mainstage. Zeit für so einige Circlepits.
Persönlich halte ich von diesen ganzen Geschichten mit Circlepit, Violent Dance und Wall of death überhauptnix. Aber das nur am Rande.
Leider gab es hier einen Verletzten. Durch das verbale Eingreifen der Band machte das Publikum auch Platz für die Sanitäter. Danach konnte es weitergehen.

Richtig voll wurde es dann bei KORN. Dem Headliner des ersten Abends. Da ich mit dieser Band absolut nichts anfangen kann, habe ich nur schnell ein paar Fotos geschossen und bin dann direkt wieder zum Camp.

Um 0 Uhr startete dann mit SATYRICON die Knüppelnacht. Diese lieferten einen nahezu perfekten Auftritt ab und setzten die Messlatte für die nachfolgenden Acts recht hoch.

Nach NAGLFAR, ROTTEN SOUND und VOMITORY bildeten PUNGENT STENCH aus Österreich den Abschluss der Knüppelnacht.

Samstag:
Wenig einladend wirkt das Wetter am zweiten Festival-Tag. Dafür startete die Mainstage gleich mit einem Höhepunkt. Volbeat aus Dänemark konnten mit ihrer Mischung aus Metal und Rock´n´Roll das Publikum mitreißen.

Die erste Absagen wurden an diesem Tag verzeichnet. Die von vielen freudig erwarteten STATIC X mussten leider absagen. Ebenso musste der Dagoba-Auftritt abgesagt werden, da die Band nicht aufgetaucht ist und es laut Leinwandanzeige auch keine Meldung seitens der Band gab.

Es betraten die Old-School-Deather von BENEDICTION die Bühne. Nicht wirklich vergleichbar mit heutigem Death Metal. Der sägende Gitarrensound ist nicht wirklich zeitgemäß und auch nicht schön anzuhören. Aber auch diese Band hat ihre Fans.

LAMB OF GOD bildeten für viele Hartwurst-Mucke-Fans ein weiteres Highlight des Tages.
Ebenso wie CALIBAN die sich auf der neuen Scheibe schon eher wie eine Death Metal Band anhören als wie eine Metalcore-Kapelle.

Auf der Tentstage gaben sie an diesem Tag BY NIGHT, THE CREETINS, ENTER SHIKARI, BACKFIRE, STRUNG OUT, WALLS OF JERICHO und TERROR die Ehre.

Ein weiteres Highlight bildeten die Wikinger-Jungs von AMON AMARTH. Melodischer Death Metal der ins Ohr geht.

Die von den Hardcore-Fans sehnsüchtigst erwarteten SICK OF IT ALL wurden frenetisch abgefeiert und kamen sogar mit einer Neuheit fürs Publikum. Keine normale Wall of Death sollte es sein wo ja nur 2 Linien Publikum aufeinander zurasen.
Aus 4 Ecken sollte es diesmal passieren. Wer es mag....soll sich aber keiner über die Blessuren beschweren.

CHILDREN OF BODOM bildeten den Abschluss des heutigen Tages für die Mainstage.
Routiniert wie eh und je lieferten die Finnen einen starken Auftritt ab.
Das Saturday Night fever in der Tentstage wurde von den spaßigen Gesellen von KNORKATOR eröffnet.
Danach kamen noch NEVILLE STAPLE`S und PETER PAN SPEEDROCK aus Dänemark. Diese fand ich allerdings genauso langweilig wie auf dem Wilwarin-Festival. Sicherlich eine gute Live-Band, aber die Mucke ist mir doch zu belanglos.
Moonsorrow beendeten diesen Abend mit einem sehr guten Gig. Einer der Höhepunkte für mich persönlich.

Nun war auch dieser Tag vorbei. Müde und geschafft landete ich schnell in meinem Zelt um mich voller Vorfreude auf den nächsten Tag für selbigen auszuruhen.

Sonntag:

Wettermäßig sah es diesen Tag schon besser aus. Man konnte sogar mal wieder die Sonnencreme zum Einsatz bringen.

Der Hardbowl-Nachmittag mit FINAL PRAYER, BARCODE, THE SET UP, MISCONDUCT, FEAR MY THOUGHTS, LOUSY und den KASSIERERN verlief insgesamt eher lau. Lediglich FEAR MY THOUGHTS und DIE KASSIERER konnten die Tentstage angemessen füllen. Die anderen Bands mühten sich redlich. Das reichte allerdings häufig nur für Achtungserfolge.

Nach den Fun-Thrashern von MANOS gaben sich UNEARTH die Ehre die Mainstage zu betreten. Neben der Filmmusik zum Streifen „Sunshine“ knüppelten die Jungs auch Songs aus dem aktuellen und vorhergehenden Alben.
Der Auftritt von SONIC SYNDICATE wurde mit den neugierigsten Augen und Ohren verfolgt. Jedoch stelle sich schnell heraus, daß der Hype um diese Band nicht wirklich berechtigt ist. Kann problemlos auf MTV laufen. Das Einzig erwähnenswerte war hier die hübsch anzusehende Bassistin. Jedoch fragt man sich hierbei ob da nicht gecastet wurde um die Band optisch aufzuwerten.

CHIMAIRA, ILL NINO und THE BONES befriedigten gekonnt die Bedürfnisse des zahlreichen Jungspunde der Metal- und Rotz’n'Roll-Gemeinde und PRO-PAIN machten erneut durch einen der obskursten Covertracks ihrer Karriere von sich reden. ‚Terpentin’ von den Onkelz aus den Kehlen einer Ami-Truppe zu hören, ist immer noch gewöhnungs-bedürftig. Fans der Band beschwerten sich zu Recht darüber, dass diesem Track der größte eigene Hit ‚Make War, Not Love’ weichen musste.

Die Iren aus Boston von den DROPKICK MURPHYS betraten zur besten Spielfilmzeit die Bühne. Irgendwie hab ich mir etwas mehr versprochen von der Band. Irgendwie mehr Aktion auf der Bühne. Aber vielleicht war die Bühne einfach überdimensioniert für diese Band.

Der Auftritt von SLAYER verspäteten sich erwartungsgemäß um einige Minuten.
Besondere Höhepunkte gab es bei dem Auftritt der Totschläger allerdings nicht.

Mit The last Supper wurde langsam der Abschluss des Festivals eingeleitet.
Den Anfang machte Onkel Tom. Nach dem dieser in den letzten Jahren ein Stammgast auf dem Wacken Open Air war und ich ihn einfach schon zu oft gesehen habe, schenkte ich mir diesen Auftritt.


Dann kamen die Krieger von Turisas in ihren Fellumhängen auf die Bühne und lieferten ein Metal Battle ab, daß sich gewaschen hat.
THE VISION BLEAK, die als Ersatz für CREMATORY aufspielten lieferten ebenfalls einen ordentlichen Auftritt ab.

Abschluss dieses Abends und des Festivals bildeten PAIN. Die Industrial-Kapelle um Frontmann Peter Tägtgren der seines Zeichens auch Frontbrüller bei HYPOCRISY ist, begeisterten die letzten Fans die es tatsächlich noch bis zum Ende durchgehalten haben.
Nichts für meine Ohren, aber die Leute waren begeistert.

Auf Grund dessen daß viele von Weit her kamen hatten schon so einige die Rückreise angetreten.
Unser Heimweg war zwar auch nicht kurz, aber zum Glück musste keiner am Montag Morgen auf der Matte stehen. So konnte wir uns diese Nacht noch einmal ausruhen bevor wir den Heimweg antreten sollten.
Zum Glück bin ich ein Frühaufsteher. So konnte ich am Montag-Morgen mein Zelt noch im Trockenen Abbauen.
Ab ca. 9 Uhr regnete es unaufhörlich. So blieb meinen Mitcampern nichts anderes übrig als ihr Zelt im Regen abzubauen.

Das war mein zweites With Full Force und ich war wieder begeistert von der entspannten Atmosphäre und von dem grandiosen Feuerwerk.
Dieses konnten wir sogar direkt von unserem Campingplatz aus in voller Pracht genießen.
Wir saßen sozusagen in der ersten Reihe bei diesem bunten Spektakel.

Bis auf die Geschichte mit dem Ticket-Container konnten wir uns dieses Jahr nicht beklagen.

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