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Das war Night of the Prog 2007

Das Night of the Prog – Festival lässt die guten alten  Rockpalastzeiten wieder aufleben. Super Konzerte von  alten Haudegen und jungen Bands in der wunderschönen Kulisse der Freilichtbühne Loreley lassen das
Night of the Prog-Festival zu einem besonderen Live-Erlebnis werden. Im Jahr 2006 noch an einem Tag, 2007 schon zwei Tage und für 2008 sind drei Festivaltage (18. – 20. Juli) angekündigt.
Doch damit aus der noch jungen Veranstaltung ein richtiges Festival wird, muss noch ein bisschen am Drumherum gearbeitet werden. Aber 2008 wird sicherlich schon vieles besser.

Durchgehend super war das zusammengestellte Line up. Der Samstag begann mit Jebo aus England. Eine große Fangemeinde hatte Sylvan aus Hamburg mitgebracht. IQ-Sänger hatte Anfangs mit Monitorprobleme zu kämpfen und war sichtlich schlecht gelaunt. Doch nach dem dritten Song entledigte er sich seinem In Ear-Monitoring-System und nun war der Knoten geplatzt. Er sprang und hüpfte über die Bühne wie in alten Zeiten. Um 20 Uhr nun der Headliner des Tages. Asia betraten in Originalbesetzung mit John Wetton, Carl Palmer, Steve Howe und Geoff Downes die Bühne. Ich muss zugeben dass ich dem Auftritt der älteren Herren sehr skeptisch gegenüber stand, doch sie haben es noch drauf. Asia spielten in bester Laune ein Best Of.-Set, ergänzt durch jeweils einen Titel von Yes (Roundabout), Emerson, Lake & Palmer (Fanfare fort he Common Man), King Crimson (The Court of the Crimson King) und den Buggles (Video killed the Radio Star). Nicht zuletzt diese Songs, zumindest die ersten drei, ließen das Asia.-Konzert zu einem echten Prog-Erlebnis werden. Ausruf eines Mittdreißigers bei der Ankündigung von In the Court…: „Das ich das noch erleben darf!!!!“ Zum Abschluss des Abend gab es dann noch 2 ½ Stunden Pink Floyd-Songs von der deutschen Cover-Band Echoes. Spieltechnisch sehr gut umgesetzt, doch an diesem Abend leider mit einem miserablen Sound. Überhaupt hatte das ganze Festival mit vielen Soundausrutschern und technischen Pannen zu kämpfen. Der Sonntag begann dann mit den italienischen The Watch, Retro-Prog im Stile der Gabriel-Genesis. Im Anschluss dann The Merlin Bird. Dann schon das erste Highlight des Tages. Pendragon leben ihre Musik. Mit einer wunderbaren Spielfreude treibt Nick Barrett die Songs voran. Hätte nach 75 Minuten ein Techniker nicht das „End“-Schild gezeigt, Pendragon hätte sicherlich noch Stundenland weitergespielt. Während des darauf folgenden Jethro Tull-Konzerts konnte man Barrett dann fachsimpelnd mitten zwischen seinen Fans wieder finden. Jethro Tull legte ein hochprofessionelles Set hin. Der Gesang und das Flötenspiel von Ian Anderson sind immer noch einzigartig. Er schien etwas Schwierigkeiten mit der Tatsache zu haben, dass er auf einem Progfestival spielt, das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Um 20.30, oder etwas später, betrat der durch seine Statur doch sehr gewaltig wirkende Fish dann die Bühne. Über 2 Stunden Marillions „Clutching at Straws“, Songs vom kommenden Fish-Album „13th Star“ und weitere Fish-Klassiker standen auf dem Programm. Fish versteht es die Massen zu begeistern. Trotz zwei Tagen Festival in teilweise extreme Hitze hielt es keinen mehr auf den Steinsitzreihen. Alles stand, klatschte und sang. Mit einem Superkonzert ging das Night of the Prog 2007 zu Ende. Und wenn der Veranstalter noch etwas am Rahmenprogramm arbeitet, wird sich das Festival sicherlich zu einem Muss-Termin im Kalender eines jeden Prog-Fans entwickeln.

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