Rückblick OBS 16 <<Hömma>>

OBS 2012Zum 16. Mal versammelten sich Freunde und Fans des „besten kleinen Open Air Festivals“ im Glitterhouse-Garten, um bei strahlendem Sonnenschein und familiärer Atmosphäre drei Tage lang 22 mehr oder weniger phantastischen Bands zu lauschen. Dass man nicht jeden Namen auf dem Line-Up des Orange Blossom Special kannte, tat der Stimmung der Festivalbesucher keinen Abbruch. Im Gegenteil: Geheimtipps wie beispielsweise Nive Nielsen & The Deer Children zeigten dem Publikum wieder einmal, dass es sich lohnt, auch unbekannten Bands sein Ohr zu leihen.

Es ging los: Der erste Act „Alamo Race Track“ eröffnete das Festival. Die Holländer fanden ein vorfreudiges, gut gelauntes Publikum vor, was nicht zuletzt an der, wie immer herzlichen, Begrüßung von Reinhard und Rembert lag. Nach den Americana-Rock Klängen hatten auch schon die ersten Besucher die Idee, in den nahegelegenen See zu springen, um sich zu erfrischen. Die am See grasenden Kühe ließen sich nicht stören. Es zeigte sich wieder einmal, dass OBS-Besuchern noch ein gewisses Vertrauen geschenkt wird. Es wurde sehr mit Verboten gespart. Auch zu betonen ist die Rücksicht, die den weniger nachtaktiven Gästen entgegengebracht wurde. Auf dem Zeltplatz tummelten sich auch in diesem Jahr viele Kinder. Wer noch nicht genug hatte, ging nach dem letzten Konzert um 24 Uhr in den Stadtkrug, um sich noch ausgelassen über Bands zu unterhalten oder einfach nur auf die Schlichtheit dieses Festivals anzustoßen.

Am Samstag Morgen sollte der mit Kleidung versilberte Rocco Recycle die neugierigen Menschen wach rocken, so hieß es. Doch aufgesetztes Entertainment sowie stupide Rock’n’Roll-Schemen kamen bei dem Publikum nur vereinzelt an. Anschließend begeisterte der für Amanda Rogers kurzfristig eingesprungene Scott Matthew die Leute mit Coversongs. Wahre OBS-Kenner freuten sich über den Auftritt von „Nive Nielsen & The Deer Children“ oder „Erland & The Carnival“.

„ClickClickDecker“ war bei vielen Besuchern das persönliche Highlight, da der werte Kevin Hamann im Gegensatz zu vielen anderen Bands seine Lieder auf deutsch vortrug und seinen treuen Begleiter Oliver Stangl an E-Gitarre und Pedal Steel dabei hatte. Das Publikum belohnte die durchaus gelungene Darbietung mit Zugabeforderungen, die auf diesem Festival eine Seltenheit ausmachten. Beendet hat das Festival die weniger spektakuläre Band „Spain“.

Insgesamt hat man in diesem Jahr auch wieder gemerkt, dass dieses Festival sehr liebevoll und familiär gestaltet wurde. Wer vorhat, das OBS 17 im nächsten Jahr zu besuchen, der sollte sich ranhalten, denn es ist sehr schnell ausverkauft.

(Ove vom Orange Blossom Special 2012)

Fotos: Mario De Mattia

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